 |
FREIWILLIGE FEUERWEHR SCHNABELWAID von 1873
Das Ortsleben von Schnabelwaid wird durch die gute Kameradschaft der Freiwilligen Feuerwehr entscheidend mitgeprägt. Neben ihren Pflichtaufgaben gemäß dem Wahlspruch der Feuerwehr :„Gott zu Ehr dem nächsten zur Wehr" leistet die Freiwillige Feuerwehr Schnabelwaid auch auf geselligem Gebiet hervorragende Arbeit. Zu einem regel- rechten Dorffest hat sich das Ende Juli stattfindende Marktplatzfest entwickelt, das seit einigen Jahren stattfindet. Auf dem Jahresprogramm der Feuerwehr stehen auch Kameradschaftstreffen : Weihnachtsfeiern mit Christbaum- verlosung und Grillabende für die Feuerwehrkameraden. Die Freiwillige Feuerwehr Schnabelwaid beteiligt sich ebenfalls an Gemeinschaftsveranstaltungen wie z.B. Durchführung des Rosenmontagsballs, Kirchweihtanz und Kinderfasching. Unsere Feuerwehr sorgt für Sicherheit und Ordnung bei Festumzügen (z.B.) Gregorienfest). Sie stellt Ehreneskorden bei kirchlichen und gemeindlichen Anlässen. Unsere Wehr ist ein fester Bestandteil der Schnabelwaider Dorfgemeinschaft. Sie wird vielseitig gebraucht und ist daher aus einem gut funktionierenden Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Der Freiwilligen Feuerwehr Schnabelwaid gebührt daher Lob und Dank und sie verdient jegliche Unterstützung. Die Aussichtslosigkeit, mit der man bis zum vorigen Jahrhundert versuchte, Brände zu löschen und die Ohnmacht, die sich auch in der hiesigen Marktgemeinde zeigte, wenn man mit Wassereimern gegen das Feuer anging, führte schon frühzeitig zur Gründung der Schnabelwaider Feuerwehr.
Am 10. März 1873 wurde sie von folgenden 8 Männern ins Leben gerufen: Johann Ehmann - Wilhelm Stein - Johann Pühl - Andreas Roth - Friedrich Cramer - Johann Körber - Fritz Cramer - Johann Brendel
Noch im Gründungsjahr wurde die jetzt zum Altertumswert zählende Handdruckspritze angeschafft. Diese wurde dann 1918, ohne weitere größere Brände erlebt zu haben, von der Saugdruckspritze abgelöst. Die Ausrüstung passte sich jeweils der fortschreitenden Technik an. Das im Jahre 1948 von der Pegnitzer Feuerwehr übernommene Löschgerät vom Typ TS 8 musste bei mehreren Bränden eingesetzt werden. In den Jahren 1953 und 1956 konnten bei Großbränden die Anwesen Cramer und Mader durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr bis jeweils auf die Scheunen gerettet werden. Im Jahre 1963 wurde ein neues Löschgerät vom gleichen Typ TS 8 gekauft und 1973 durch das Löschgruppenfahrzeug LF 8 mit Vorbaupumpe abgelöst, welches beim Brand des Anwesens Böhner im Jahre 1975 den wohl größten Einsatz zu verzeichnen hatte. Außerdem konnte im Jahre 1973 zum 100-jährigen Gründungsfest das neue Feuerwehrgerätehaus mit Unterrichtsraum eingeweiht werden. Im Jahre 1994 wurde das Fahrzeug LF 8 durch ein neues Fahrzeug vom Typ L 8/6 abgelöst. In den letzten Jahrzenten wurde bei der FF Schnabelwaid besonderer Wert auf das Ablegen der Leistungsprüfungen gelegt. 92 % der Aktiven haben ein Leistungsabzeichen, 48 % erwarben das Abzeichen in „Gold / Blau“ und Gold. Unter der jetzigen Führung von Vorstand Stefan Kohler sowie des Kommandanten Stefan Kiefhaber hat die FF Schnabelwaid eine Sollstärke von z. Zt. 44 aktiven Feuerwehrkameraden. Die Feuerwehr verzeichne insgesamt 53 aktive und passive Kameraden. Diese Kameradschaft wird auch künftig mit Idealismus und Einsatzbereitschaft den Feuerwehrgedanken unserer Gründer lebendig halten. Zum ersten Vorstand und Kommandanten in der neugegründeten Wehr wurden Johann Ehmann und Andreas Roth gewählt.
Es lösten sich an der Führungsspitze folgende Wehrmänner bis heute ab : 1873 Johann Ehmann <<-->> Andreas Roth 1894 Heinrich Büttner <<--->> Georg Preuss 1898 Heinrich Lautner <<--->> Georg Preuss 1910 Heinrich Büttner <<--->> Georg Preuss 1919 Heinrich Büttner <<--->> Martin Imhof 1975 Hans Kraft <<--->> Hans Hartmann 1981 Charles Krause <<--->> Hans Kraft 1986 Helmut Gräbner <<--->> Charles Krause 1991 Günter Angerer <<--->> Charles Krause 1996 Harald Liedel <<--->> Wilhelm Friedrich 2002 Harald Liedel <<--->> Charles Krause 2008 Stefan Kiefhaber <<--->> Stefan Kohler
|
 |